Vom 22. Juni bis 24. Juli 2026 hat die Verwaltung der Öffentlichkeit ihre Ideen für die Umgestaltung der Rottstraße vorgestellt. Mobile „Stadt-Terrassen“ boten einen Treffpunkt, um vor Ort die vorgeschlagenen Veränderungen kennenzulernen.
Ziel der Umbaumaßnahme ist es, die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Der Radverkehr bekommt beidseitig Radwege. Mit einem grünen Mittelstreifen und großzügigen Versickerungseinrichtungen soll die Rottstraße wie die Alleestraße Teil der Schwammstadt werden.
An mehreren Terminen haben Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung die Ideen vorgestellt.
Das Angebot, sich zu informieren und die Pläne zu diskutieren, wurde sehr unterschiedlich gut genutzt.
So haben 20 Bürger*innen an einem Rundgang teilgenommen, zu dem die Stadt über Presse und Medien intensiv eingeladen hatte. Thema war der nachhaltige Umgang mit Regenwasser.
Zu den anderen Terminen kamen leider wenig interessierte Bürger*innen. Schade, denn die eigene Meinungsbildung ist nach informativen Gesprächen mit den städtischen Mitarbeiter*innen sicher leichter. Und Anlass für die Stadt, die Werbung für dieses neue Informationsangebot noch zu optimieren.
Es ist immer zu begrüßen, dass die Stadt ihre Ideen den Bürger*innen vorstellt, bevor die Pläne in die politische Beratung kommen. Es war aber leider auch hier wieder nicht klar, inwieweit die Ideen der Besucher*innen aufgenommen und weiterverarbeitet werden.
Genau das ist für eine gute Bürgerbeteiligung wichtig: transparenter Umgang mit Anregungen und Kritik und die nachvollziehbare Berücksichtigung im weiteren Planungsprozess.
Das hat hier leider – wieder mal -gefehlt.
Karl-Heinz Hüsing, aktiv bei Radwende und VCD Bochum
